- Was ist MINT und wieso gibt es eine eigene Auswertung dafür?
- Anteil der Bewertungen in den MINT-Fächern
- Methodik
- Mindestanzahl an Bewertungen
- Zeitliche Gewichtung
- Interpretation
MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik oder Ingenieurwissenschaften. Das sind die vier Fachbereiche, in denen Deutschland dringend Arbeitskräfte und deshalb qualifizierten akademischen Nachwuchs braucht. Im Februar 2013 mangelte es Deutschland an 63.500 Fachkräften, vermeldet die Initiative MINT – Zukunft schaffen. Ein Kriterium für erfolgreiche Studienabschlüsse ist natürlich die Qualität der Lehre. Und besonders in den MINT-Fächern ist die herausragende Vermittlung akademischen Fachwissens von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht, Nachwuchskräfte auf Augenhöhe für die beruflichen Anforderungen der globalisierten Welt zu rüsten. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes hängt entscheidend von der Motivation und Ausbildung des MINT-Nachwuchses ab. Und weil zur Motivation nicht nur Kompetenz der Lehrenden gehört, sondern auch der Spaß an der Lehre, ist es effizient und sinnvoll, dass auf MeinProf.de Studierende selbst die Qualität ihrer MINT-Studiengänge bewerten. Die Gruppe der bestbewerteten Hochschulen in der MINT-Lehre ist in unseren Augen interessant sowohl für Schüler, die sich noch für eine Hochschule und einen Studiengang entscheiden, als auch für Studierende und natürlich für Lehrende sowie die Hochschulen selbst. Aus diesem Grund präsentiert MeinProf.de ab 2013 die MINT10, für hervorragende MINT-Lehre ausgezeichnete Hochschulen.
Wie viele Bewertungen werden auf MeinProf.de überhaupt anteilig in den MINT-Fächern abgegeben? Bewertungen auf MeinProf.de werden immer einem Kurs zugeordnet, der einem Dozenten zugeordnet ist und dieser wiederum ist einem Schwerpunkt untergeordnet. So ist es relativ einfach, über eine Datenbankabfrage zu ermitteln, wie viele Kursbewertungen innerhalb der einzelnen Schwerpunkte abgegeben wurden. Addiert man nun alle abgegebenen Bewertungen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften, erhält man die absolute Anzahl an Bewertungen in den MINT-Fächern. Diese beträgt bis einschließlich 31. Dezember 2012 191.218 Bewertungen. Fast 200.000 Bewertungen wurden also berücksichtigt für die Auswertung der besten Hochschulen in der MINT-Lehre. Rechnet man diese absolute Anzahl an abgegebenen Bewertungen auf die Gesamtzahl an abgegebenen Bewertungen um, ergibt sich, dass 44,97 Prozent aller Bewertungen in den MINT-Fächern abgegeben werden.
Um die besten Hochschulen in der MINT-Lehre zu ermitteln, haben wir uns bezüglich der Methodik nah an das Ranking 2012 gehalten. Wir haben wieder eine Mindestanzahl an abgegebenen Bewertungen eingeführt, damit wir von einer repräsentativen Auswertung sprechen können. Diese beträgt 45 Prozent der Mindestanzahl an Bewertungen im Gesamtranking. Die zeitliche Gewichtung ist auch genau so aufgebaut wie im allgemeinen Ranking: Alle Bewertungen von 2012 wurden separat und stärker gewichtet als alle Bewertungen aus 2011. Diese wiederum wurden stärker gewichtet als der Durchschnitt aus allen abgegebenen Bewertungen zwischen 2005 und 2010. Herausgekommen ist die Gruppe der MINT10. Das sind die folgenden zehn Hochschulen, die wir für hervorragende MINT-Lehre auszeichen.
Knapp an der Gruppe der zehn besten Hochschulen vorbeigeschlittert sind die Technischen Universitäten in Berlin, Darmstadt und Dresden. Wie schon im Hochschulranking von MeinProf.de, schneiden die Fachhochschulen bei den MINT10 besser ab als Universitäten. Das KIT hat in der letzten Exzellenzinitiative zwar seinen Elitestatus verloren, die Studierenden scheinen mit der Lehre an der baden-württembergischen Universität aber durchaus zufrieden zu sein. Die beiden anderen Universitäten, die es zum MINT10-Status gebracht haben, sind die hessischen Unis Gießen und Kassel. Die Beliebtheit hessischer Hochschulen in der MINT-Lehre ist auffällig. Gleich fünf Hochschulen aus dem mitteldeutschen Bundesland sind in der Gruppe der MINT10 vertreten: Zu den schon genannten Unis gesellen sich die FH Frankfurt, die HS Fulda und die TH Mittelhessen. Außerdem sind gerade unter den hessischen Hochschulen ein paar dabei, die es auch schon in das Hochschulranking von 2012 geschafft haben, nämlich die FH Frankfurt, die Uni Gießen und die TH Mittelhessen. Des Weiteren ist auch die HAW Landshut schon aus dem Ranking bekannt, während die rheinland-pfälzische HS Koblenz die einzige Hochschule ist, die es in alle drei MeinProf-Bestenlisten schafft. Die Doppelplatzierung MINT10 plus Materialranking kann als einzige Hochschule die HS Fulda für sich beanspruchen. Mit der EAH Jena und der HS Zittau-Görlitz ist auch der Osten der Hochschulrepublik in den MINT10 vertreten.


