Semesterbeiträge von 500 Euro sind sozialverträglich - Studiengebühr in Baden-Württemberg ist rechtmäßig

Posted by: Thomas M. Mon, 16 Feb 2009 14:33:28 GMT

Die Studiengebühr in Baden-Württemberg ist rechtmäßig. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) entschieden. Die 2007 eingeführten Semesterbeiträge von 500 Euro seien sozialverträglich, so die Richter in der Begründung.

weiterlesen auf SWR.de

Es scheint also so als ob sich die Studiengebühren grundsätzlich durchsetzen. Es sei denn es kommt zu besonderen "Wahlsituationen" wie in Hessen oder Österreich.

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Wintermotivation

Posted by: Daniel P. Thu, 22 Jan 2009 19:09:06 GMT

Trotz der wideren Umstände der kalten Jahreszeit naht die Prüfungszeit unaufhaltsam und manch einem fehlt vielleicht noch die nötige Motivation, sich auf die Bücher zu stürzen. Die liebe Verwandtschaft merkt das irgendwie und schneidet - nett gemeint - die üblichen Motivationstipps (Sport, Solarium, Johanniskraut,...) aus einem Boulevard- oder Apothekenmagazin der Wahl aus und sendet sie an den studierenden Nachwuchs, der diese dem ordnungsgemäßen Recycling, wahlweise dem Kachelofen, zuführt. Und anschließend wieder der liebsten Prokrastinationsmethode nachgeht. Doch halt, vielleicht hilft lesen. Mal sehen, ob's funktioniert...

Da wir beim Thema Selbstmotivation sind: die Uni Düsseldorf stellt ein ganz interessantes Angebot für Tutoren zur Verfügung: Selbst-Lern-Texte zur Vorbereitung und Durchführung von Tutorien. Halte ich für eine gute Sache, vielleicht können auch andere Lehrende davon profitieren, schließlich möchte ja jeder Dozent in die Top-Listen von MeinProf aufsteigen ;-)

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Vortrag an der TU Darmstadt

Posted by: Alexander Mon, 05 Jan 2009 11:29:49 GMT

Am Mittwoch halte ich ab 17.30 Uhr einen Vortrag über MeinProf am e-learning center der TU Darmstadt. Unten ist die Ankündigung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere MeinProf Nutzer aus Darmstadt dort ein. Ich würde mich freuen!

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Studiengebühren bzw. Studienbeiträge in Österreich: Eine kleine Übersicht

Posted by: Thomas M. Thu, 20 Nov 2008 21:45:20 GMT

Auch die Deutschen und Schweizer Studierenden haben es ja sicher mitbekommen. In Österreich wurden die Studiengebühren zum 01.01.2009 abgeschafft.

Wir wollen hier aufgrund der großen Verwirrungen, wer warum jetzt evtl. doch etwas zahlt, einen "kleinen" Post in unserem Blog dazu schreiben. Zu Themen wie ob das finanz- oder hochschulpolitisch klug ist, äußern wir uns nicht - wir haben da ja eh keinen Einfluss drauf. :D Jetzt ist es so und für die meisten Studierenden bedeutet es einfach eine Entlastung. Nun zu den Fakten ..

Das Gesetz

besagt, dass

  • Studierende aus der Europäischen Union und
  • Studierende, die auf Grund eines völkerrechtlichen Vertrages Österreichern in Hinblick auf den Berufszugang gleichgestellt sind (z.B. Studenten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum oder Konventionsflüchtlinge)
erst wenn sie die vorgesehene Studienzeit pro Studienabschnitt um mehr als zwei Semester überschreiten einen Studienbeitrag leisten müssen. Also kurz ab dem dritten Semester drüber zahlt man.

Wenn während der Zeit des Studiums ein Präsenz-Wehr- oder Zivildienst abgeleistet wird, wird man dafür nicht bestraft. Sprich: Die Zeiten werden nicht auf die Studiendauer angerechnet.

Bereits ab dem ersten Semester muss man als Studierender aus Drittstaaten einen Studienbeitrag in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester zahlen. Der doppelte Studienbeitrag von früher entfällt also. Außerdem müssen Studierende aus den am wenigsten entwickelten Ländern (DAC-Liste) voraussichtlich weiterhin keinen Studienbeitrag zahlen müssen.

Befreiung vom Studienbeitrag

Natürlich gibt es weiterhin gute Gründe sich vom Studienbeitrag befreien zu lassen. Das sind die folgenden:

  • eine Krankheit, welche einen mehr als 2 Monate am Studium hindert,
  • eine Schwangerschaft (auch hier mehr als 2 Monate Hinderung am Studienfortschritt),
  • die überwiegende Betreuung von eigenen oder im gemeinsamen Haushalt lebenden Kindern bis zum 7. Geburtstag bzw. bis zu einem späteren Schuleintritt,
  • Behinderung nach bundesgesetzlichen Vorschriften mit mindestens 50% und
  • NEU: eine Erwerbstätigkeit mit einem Jahreseinkommen von mindestens 4886,14 Euro (das sind 14 mal die Geringfügigkeitsgrenze).
Vor allem der letzte Punkt sollte vielen Studierenden sehr helfen. Da man früher ja regelrecht bestraft worden ist, wenn man etwas dazuverdienen musste.

Nachgewiesen werden muss hier immer das vergangene Jahr. Also für das SS 09 und das WS 09/10 muss das Einkommen des Kalenderjahres 2008 nachgewiesen werden.

Welche Nachweise für die anderen Erlassgründe vorgelegt werden müssen, ist derzeit noch offen. Sicher ist aber: Sie müssen bis zum Ende der Zulassungsfrist (bzw. Nachfrist) eingereicht werden. Schafft man dies nicht, muss man den Studienbeitrag vorstrecken und bekommt ihn dann zurückerstattet.

Interessant ist noch eine Kleinigkeit. Wenn man das alles wörtlich nimmt - sprich eine Abschaffung ab dem 01.01.2009, müsste man sich von der Uni ja vom Studienbeitrag dieses Semester den Teil für den Jänner zurückerstatten lassen können?

Alle Angaben sind gut recherchiert, trotzdem können wir natürlich hier keine Haftung für die Richtigkeit übernehmen. :) Wir hoffen ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben.

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Hochschulranking auf MeinProf.de zeigt: Die Lehrqualität an Hochschulen hat sich im letzten Jahr verbessert!

Posted by: Thomas M. Tue, 19 Aug 2008 06:41:21 GMT

So lautet der Titel unserer heutigen Pressemitteilung zum neuen Hochschulranking.

Das sind natürlich ausgesprochen schöne Ergebnisse. Und wir freuen uns sehr darüber. In das Ranking sind über 310.000 Einzelbewertungen eingeflossen. Jede Hochschule mit mehr als 1.000 Bewertungen ist dann in die Auswertung gekommen. Und dies ist das Ergebnis.

Platz Hochschule Anzahl der
Bewertungen
Note *
1 HS Aschaffenburg 2275 1,71
2 RWTH Aachen 1055 1,78
3 FH Koblenz 1899 1,99
4 Uni Bonn 1668 2,02
5 FH Landshut 2096 2,04
6 HS Pforzheim 2884 2,06
7 Uni Passau 2185 2,07
8 FH Dortmund 2552 2,07
9 Uni Koblenz-Landau 2219 2,08
10 FH Flensburg 1546 2,09

* Es wird intern mit 4 Nachkommastellen gerechnet, so dass die Anzahl der abgegeben Bewertungen nicht ausschlaggebend für die Platzierung ist.

Prof. Dr. Wilfried Diwischek, Präsident der HS Aschaffenburg, äußerte sich zu dem für ihn sehr erfreulichen Ergebnis: "Ich bin stolz, dass meine Hochschule den Spitzenplatz bei MeinProf.de nicht nur verteidigt, sondern noch verbessert hat. Jetzt kann ich nachvollziehen, wie sich ein Trainer fühlt, dessen Mannschaft die olympische Goldmedaille errungen hat."

Wir wollen auch noch von allen anderen Hochschulen Kommentare einholen und werden diese dann veröffentlichen.

Ich selbst finde es sehr schön zu sehen, dass eine große Uni wie der RWTH Aachen auch so gut abgeschnitten hat. Das lässt darauf schließen, dass nicht nur an kleinen Hochschulen und insbesondere Fachhochschulen eine gute Lehre möglich ist. Allerdings sind insgesamt die FHs noch weiter vorn wenn es nach unseren Auswertungen geht.

Nicht nur darum hoffen wir, dass das Hochschulranking auf MeinProf alle Universitäten und Fachhochschulen weiter beschäftigen wird und wir beim nächsten Mal eine weitere Verbesserung vermelden können!

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Mach’s öffentlich! und Zitiere dich selbst!

Posted by: Thomas M. Tue, 05 Aug 2008 12:53:20 GMT

So lauten die Slogans des studentischen Magazins 360°. Seine Erfinder, Studenten aus Münster, Marburg, Hamburg und Berlin, wollten nicht länger Seminararbeiten schreiben, die der Prof nach einem Mal Lesen durch den Schredder jagt. Inspiriert von U.S.-amerikanischen Universitäten, wo studentische Publikationen zum guten Ton gehören, riefen sie in Deutschland 360° ins Leben, ein Magazin komplett von Studenten gemacht und in dem nur Artikel von Studenten erscheinen. Der Ansatz ist interdisziplinär, es geht um gesellschaftspolitische Themen. Einmal im Semester gibt es ein neues Heft. Wer 360° aufschlägt, entdeckt alles andere als dröge, fußnotenschwere Seminarkost.

Wir finden das ne super Initiative und haben uns nach dem Probelesen von zwei Heften dazu entschlossen 360° zu unterstützen und ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Das Heft hat alles, was ein gutes Journal braucht: Fotostrecken, Interviews, Essays, flotte Grafiken. Gerade ist die Ausschreibung für die nächste Ausgabe angelaufen, zum Tolstoischen Thema "Krieg und Frieden".

Wir haben auch noch eine kleine Leseprobe (PDF) für alle Interessierten: Aus der Ausgabe "Die Zukunft Europas – gemeinsam einsam" das Experteninterview mit Prof. Dr. Gesine Schwan zu den Fragen, wie Polen sein eigenes Machtverständnis auf Deutschland projiziert, warum man europäische Öffentlichkeit nicht an den Arte-Zuschauerzahlen messen kann und wieso europäische Identitätsbildung nicht nur Ein-Bildungssache ist.

Wenn Du Lust hast mitzumachen oder ein Heft zu bestellen, dann klick Dich einfach auf die Seiten von 360°!

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Hochschulen setzen Erwartungen in den Bildungsgipfel

Posted by: Thomas M. Wed, 09 Jul 2008 16:13:03 GMT

Wie auf Bildungsklick heute zu lesen ist, setzen die Hochschulen hohe Erwartungen in den kommenden Bildungsgipfel. Am 22.Oktober soll es einen unter der Führung von unserer Kanzlerin Angela Merkel in Dresden zur Sache gehen.

Zum einen geht es dann um die sogenannte Durchlässigkeit zwischen Hochschulen und Beruflicher Bildung. Zum anderen um die Dauerbrenner Bologna-Prozess, die Senkung der Studienabbrecherzahlen und die Steigerung der Absolventenzahlen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Außerdem soll endlich ein befriedigendes Stipendiensystem realisiert werden.

Viel zu tun! Irgendwie wär ich gern dabei - *hmmmmm* mal schaun was man da machen kann.

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Mehr und weniger Studienabbrecher und mehr Geld für Lehre

Posted by: Daniel P. Tue, 08 Jul 2008 09:18:48 GMT

Gestern wurden aktuelle Zahlen zu den Studienabbrechern durch das HIS veröffentlicht (siehe bildungsklick und heise online). Knapp zusammengefasst: die Abbrecherquote bei Universitäten ist auf 20% gefallen, bei Fachhochschulen ist sie rauf auf 22% gestiegen. Die Senkung bei den Unis ist laut Bildungsministerin Shavan vor allem auf die Einführung der Bachelor-/Masterabschlüsse in den Geisteswissenschaften zurückzuführen (siehe bildungsklick).

Außerdem fordert der Wissenschaftsrat 1,1 Mrd. Euro für die Verbesserung Qualität der Lehre, insbesondere durch die Schaffung neuer Professuren, die didaktische Weiterbildung von Professoren und verbesserte Betreuung der Studierenden (siehe heise online und Spiegel online). Unseren Standpunkt zur Weiterbildung von Profs könnt Ihr in einem kleinen Interview der Frankfurter Rundschau mit Thomas M. nachlesen.

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Rückblick auf die Lange Nacht der Mathematik

Posted by: Alexander Tue, 17 Jun 2008 07:13:56 GMT

Dieses Jahr ist das Jahr der Mathematik. Im Zuge dessen fand am 16. Mai in Bremen die schon mehrfach erwähnte Lange Nacht der Mathematik statt, organisiert von Dr. Reimund Albers.

Von 20 Uhr bis 3 Uhr nachts haben insgesamt sieben deutsche MathematikdozentInnen - allesamt auf MeinProf mit hervorragenden Noten ausgezeichnet - Spannendes, Kurioses, Witziges, und Alltagstaugliches über die Mathematik vorgetragen. Leider konnten wir selbst nicht teilnehmen, aber wir haben uns bei Dr. Albers erkundigt. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Bis zu 180 Zuschauer zog die Lange Nacht der Mathematik an. Selbst dem letzten Vortrag lauschten noch rund 60 Personen. Die gesamte Veranstaltung wurde aufgezeichnet und wir versuchen, noch einige Bilder oder Videoausschnitte zu erhalten, die wir dann hier veröffentlichen würden.

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Bye Bye Studiengebühren...zumindest in Hessen

Posted by: Daniel P. Tue, 03 Jun 2008 22:58:16 GMT

Wie gestern auf Spiegel Online zu lesen war, haben SPD und Grüne ihr Wahlkampfversprechen in Hessen eingelöst und die Studiengebühren mit Unterstützung der Linksfraktion zum kommenden Wintersemester abgeschafft. Es wird also weder allgemeine Gebühren noch Beiträge für ein Zweitstudium oder eine lange Studiendauer geben. Für die Hochschulen wird es zum Ausgleich einen Zuschuss aus dem Landeshaushalt geben.
Die drei Parteien halten die Gebühren für unsozial und verfassungswidrig, die Opposition fürchtet nun eine "Überflutung" mit Studierenden anderer Bundesländer. Eine "Flut" kann ich hier in Berlin jedenfalls nicht feststellen. Außerdem hat die ZVS zumindest bei den "Erstis" einiger Studiengänge ein gewisses Mitspracherecht. Übrigens wurde mir in den FAQ der ZVS nicht beantwortet, welche Daseinsberechtigung diese Institution eigentlich hat ;-)

UPDATE: Ministerpräsident Koch weigert sich das Gesetz zu unterschreiben, wie die Süddeutsche berichtet.

UPDATE 2: Und jetzt doch - die Studiengebühren in Hessen sind abgeschafft. Fürs nächste Semester werden keine 500 Euro Gebühren mehr erhoben. Das fehlende Geld soll nach Meinung von SPD und Grünen nun der Landeshaushalt aufbringen. Dieses Jahr wären das dann 23 Millionen Euro, im nächsten Jahr stolze 92 Millionen Euro.

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