Hochschulranking auf MeinProf.de zeigt: Die Lehrqualität an Hochschulen hat sich im letzten Jahr verbessert!

Posted by: Thomas M. Tue, 19 Aug 2008 06:41:21 GMT

So lautet der Titel unserer heutigen Pressemitteilung zum neuen Hochschulranking.

Das sind natürlich ausgesprochen schöne Ergebnisse. Und wir freuen uns sehr darüber. In das Ranking sind über 310.000 Einzelbewertungen eingeflossen. Jede Hochschule mit mehr als 1.000 Bewertungen ist dann in die Auswertung gekommen. Und dies ist das Ergebnis.

Platz Hochschule Anzahl der
Bewertungen
Note *
1 HS Aschaffenburg 2275 1,71
2 RWTH Aachen 1055 1,78
3 FH Koblenz 1899 1,99
4 Uni Bonn 1668 2,02
5 FH Landshut 2096 2,04
6 HS Pforzheim 2884 2,06
7 Uni Passau 2185 2,07
8 FH Dortmund 2552 2,07
9 Uni Koblenz-Landau 2219 2,08
10 FH Flensburg 1546 2,09

* Es wird intern mit 4 Nachkommastellen gerechnet, so dass die Anzahl der abgegeben Bewertungen nicht ausschlaggebend für die Platzierung ist.

Prof. Dr. Wilfried Diwischek, Präsident der HS Aschaffenburg, äußerte sich zu dem für ihn sehr erfreulichen Ergebnis: "Ich bin stolz, dass meine Hochschule den Spitzenplatz bei MeinProf.de nicht nur verteidigt, sondern noch verbessert hat. Jetzt kann ich nachvollziehen, wie sich ein Trainer fühlt, dessen Mannschaft die olympische Goldmedaille errungen hat."

Wir wollen auch noch von allen anderen Hochschulen Kommentare einholen und werden diese dann veröffentlichen.

Ich selbst finde es sehr schön zu sehen, dass eine große Uni wie der RWTH Aachen auch so gut abgeschnitten hat. Das lässt darauf schließen, dass nicht nur an kleinen Hochschulen und insbesondere Fachhochschulen eine gute Lehre möglich ist. Allerdings sind insgesamt die FHs noch weiter vorn wenn es nach unseren Auswertungen geht.

Nicht nur darum hoffen wir, dass das Hochschulranking auf MeinProf alle Universitäten und Fachhochschulen weiter beschäftigen wird und wir beim nächsten Mal eine weitere Verbesserung vermelden können!

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MeinProf im Focus

Posted by: Alex Mon, 09 Jun 2008 11:04:24 GMT


Daniel, Alex, Jonathan, Thomas M.
© 2008 Dietmar Gust, http://www.gustfoto.de

Der Focus hat mal wieder über uns berichtet. Der Artikel ist bereits im Heft von letzter Woche erschienen, aber irgendwie haben wir es nicht geschafft, auch darüber zu berichten.

Unter dem Titel "Existenzielle Bedrohung" wurde über unseren aktuellen Rechtsstreit mit dem Datenschutz sowie dessen Auswirkungen auf andere Bewertungsportale im Internet berichtet.

Dem Artikel ging ein ewiges hin und her um einen Termin für ein Fotoshooting voraus. Leider haben wir es wieder nicht geschafft, einen Termin zu fünft zu arrangieren. Dementsprechend fehlt auf dem abgebildeten Foto der zweite Thomas, der sich an diesem Tag außerhalb Deutschlands herumtreiben musste.

Also traten wir in der gleichen Besetzung wie beim ersten Fotoshooting für den Focus vor eineinhalb Jahren an - mit dem gleichen Fotografen und an den gleichen beiden Schauplätzen. Die Studenten, die im EB 302 der TU Berlin auf den Beginn ihrer Vorlesung warteten, haben auch etwas merkwürdig geguckt als wir mit dem Shooting anfingen. :) Wie immer hatten wir sehr viel Spaß, und wir bedanken uns bei Dietmar Gust für die schönen Fotos und die Erlaubnis, eines hier veröffentlichen zu dürfen.

Update

Der Artikel ist auch im Focus-Onlinearchiv zu finden: Existenzielle Bedrohung.

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MeinProf.ch in der TSR-Tagesschau

Posted by: Patrick M. Wed, 21 May 2008 10:49:35 GMT

Obwohl MeinProf.ch erst auf deutsch verfügbar ist, interessieren sich die welschen Medien bereits stark dafür: Nach einem grossen Artikel in der Le Temps kam gestern auch ein Beitrag in der Tagesschau des welschen Fernsehens TRS - also Primetime!

Selbstverständlich ist auch die Mehrsprachigkeit für uns ein grosses Ziel und wird mit der neuen Version von MeinProf definitiv umgesetzt!

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Ausgelastete Server und neue Features auf MeinProf

Posted by: Thomas M. Wed, 30 Apr 2008 09:57:05 GMT

Heute früh ist ein Artikel auf Spiegel Online zu unserem "Knöllchen" erschienen. Das bringt natürlich wieder reichlich Traffic und daher kann es im Laufe des Tages zu Engpässen beim Zugriff auf MeinProf kommen. Denn obwohl wir unseren Cluster gestern noch ein bisschen aufgestockt haben, haben unsere Server aktuell ziemlich gut zu tun.

Aber nun zum spannenden Teil: Neue Features!

Wir haben letzte Nacht ein paar Neuerungen online gestellt – RSS Feeds und E-Mail-Benachrichtigungen.

RSS Feeds

Per RSS Feed erhaltet ihr ab jetzt ganz einfach Neuigkeiten zu Kursen, Dozenten oder gar der ganzen Hochschule. Dafür müsst ihr einfach in einem RRS Reader eurer Wahl den entsprechenden Feed einbinden. Die Feeds findet ihr oben rechts auf der Seite jeder Hochschule, jedes Dozenten und jeder Lehrveranstaltung. Nach dem Abonnieren werdet ihr immer umgehend informiert, wenn neue Dozenten, Kurse, Bewertungen, Forenbeiträge oder auch Literaturempfehlungen eingetragen werden.

Falls ihr noch keinen RSS Reader habt, können wir folgende aus persönlicher Erfahrung empfehlen:

E-Mail-Benachrichtigungen

Wir möchten die Kommunikation zwischen unseren Nutzern stärken. Deshalb kann man sich als registrierter Student jetzt auch ganz klassisch per Mail über Neuigkeiten in Kursen informieren, sobald man diese bewertet hat. Das Mailabo kann man natürlich für jeden Kurs einzeln an- und abschalten. Dafür gibt es in den eigenen Einstellungen zu jedem der bewerteten Kurse ein Icon, mit dem dies möglich wird.

Über weitere Details informieren wir euch in einem Newsletter, den wir in den nächsten Tagen verschicken werden.

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Gewinner des Ars legendi-Preises 2008

Posted by: Thomas M. Tue, 22 Apr 2008 14:47:06 GMT

Auf der Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben Prof. Dr. Michael Vogel von der Hochschule Bremerhaven und Prof. Dr. Joachim Winter von der Ludwig-Maximilians-Universität München den Ars legendi-Preis 2008 für exzellente Hochschullehre erhalten.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wurde dieses Jahr im Fachgebiet der Wirtschaftswissenschaften vergeben.

Aus der Begründung der Jury:

Prof. Dr. Michael Vogel ist seit 2003 Professor für Betriebswirtschaftslehre und Tourismusmanagement an der Hochschule Bremerhaven. Er hat in dieser Zeit den Studiengang Cruise Industry Management entscheidend weiterentwickelt und diesem zu großer nationaler Anerkennung verholfen. Seine eigene Lehre zeichnet sich durch eine ungewöhnlich breite Methodenvielfalt aus und beinhaltet innovative Lehr- und Prüfungsformen, etwa multimedial basierte Lehrveranstaltungen, Planspiele oder "double-blind peer review" von studentischen Papieren. Prof. Vogel schöpft seine Konzepte vor allem aus einem tiefgehenden und systematischen hochschuldidaktischen Selbststudium. Bei den Studierenden wie auch im Kreis der Kollegen genießt seine Lehre höchste Anerkennung für die aktivierende Vermittlung aktueller Fach-, insbesondere aber auch Schlüsselkompetenzen. Seine Konzepte und Erfahrungen macht er innerhalb der Hochschule, aber auch der Fachöffentlichkeit durch Publikationen zugänglich.

Prof. Dr. Joachim Winter ist seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre, Schwerpunkt empirische Wirtschaftsforschung, an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit Beginn seiner Tätigkeit hat er ein Lehrprogramm aufgebaut, das unter den Bedingungen sehr großer Pflichtveranstaltungen mit mehreren Hundert Studierenden die Teilnehmer zum aktiven Lernen anhält und die Vermittlung von Wissen stets mit der reflektierten und problemorientierten Anwendung verknüpft. Beispielsweise motiviert er die Studierenden zur selbständigen Fallstudienarbeit und durch die Auslobung über das Internet abgewickelter Arbeitsgruppenwettbewerbe. Seine Lehre, die stets Theorie und Empirie, aber auch gesellschaftliche und politische Aspekte mit volkswirtschaftlichen Themen verbindet, genießt die höchste Anerkennung der Studierenden und der Fakultät. Als Studiendekan und in der Begleitung studienbeitragsfinanzierter Projekte zur Verbesserung der Lehre fördert er ergänzend das studierendenzentrierte Studium an der Fakultät insgesamt.

Die Preisträger belegen beispielhaft, wie unter den sehr unterschiedlichen Bedingungen wirtschaftswissenschaftlicher Lehre – eher kleine und spezialisierte Studiengänge oder „Massenstudiengänge“ – kreativ Lösungen umgesetzt werden können, die vor allem das aktive Lernen der Studierenden in den Mittelpunkt stellen.

Gratulation vom gesamten MeinProf Team

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Die Medien greifen MeinProf.ch auf

Posted by: Patrick M. Tue, 25 Mar 2008 16:26:55 GMT

Nicht nur die bösen Mails und Anrufe von Professoren häufen sich, auch die Medienberichte:

16.03.08: «Professoren wollen gegen Noten klagen»
19.03.08: «Students give teachers a hard time online»
25.03.08: «Dozenten klagen gegen Studi-Noten»

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Wissenschaftsjahr 2008 - Mathematik. Alles, was zählt. - Lange Nacht der Mathematik in Bremen

Posted by: Thomas M. Sun, 17 Feb 2008 19:43:48 GMT

Nach den Geisteswissenschaften rückt dieses Jahr die Mathematik ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Nicht zu letzt haben Angela Merkel in ihrem Podcast und die Mathematikstudentin und Germany's Next Topmodel Barbara Meier für einen schnellen Start ins Wissenschaftsjahr 2008 gesorgt.

Aber auch wenn Thomas Gottschalk noch 5 mal bei "Wetten, dass ..?" bedauert "Ich habe alles falsch gemacht. Ich wollte gerne Nobelpreisträger für Mathematik werden und habe völlig versagt." wird dadurch sich wenig im Jahr tun – mal abgesehen davon das es keinen Nobelpreis für die Mathematik gibt. (siehe Fields-Medaille)

Da kommt es schon auf die Eigeninitiative von Hochschulen und Einzelpersonen an, wie zum Beispiel Herrn Dr. Reimund Albers welcher an der Uni Bremen eine "Lange Nacht der Mathematik" organisiert. Ziel ist es für alle Interessierten einen Vorlesungsmarathon zu gestalten unter der Mitwirkung von ausgezeichneten Dozenten der Mathematik. Die Veranstaltung findet am 16. Mai 2008 von 20 Uhr bis ca. 2 Uhr statt.

Dabei versucht Herr Albers die Vorlesungsplätze mit Dozenten welche Spitzennoten auf MeinProf haben zu füllen. So kann jeder an der Uni Bremen in den Genuss spannender, interessanter, verständlicher und sicher auch unterhaltsamer Mathematikvorlesungen kommen. Ein Teil der Vorlesungsplätze sind schon vergeben, ein paar aber noch frei!

Sobald die Vortragenden und Themen fix sind, werden alle Details auf dieser Homepage zu finden sein.

*** UPDATE ***

Alle Referenten und Themen!

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Erster Presseartikel zu MeinProf.ch

Posted by: Thomas M. Tue, 11 Dec 2007 00:29:58 GMT

Heute ist der erste Presseartikel unserer Schweizer Kollegen von studimedia auf heute-online erschienen und damit hoffentlich der Start eingeläutet für viele Bewertungen! Auch eine Printversion (PDF) gibt es!

Wenn ihr Freunde in der Schweiz habt die MeinProf noch nicht kennen, würden wir uns natürlich freuen, wenn ihr ihnen einfach mal Bescheid gebt! :) Danke!

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Stellungnahme zur Reaktion der FH Koblenz zum MeinProf.de-Hochschulranking

Posted by: Thomas M. Tue, 02 Oct 2007 10:57:29 GMT

Das Erstes MeinProf Hochschulranking scheint einiges bewegt zu haben. Neben dem positiven Echo in der Presse, konnten wir uns auch über positives Feedback von Studenten und Dozenten freuen.

Wir haben die Möglichkeit genutzt und die Hochschulen um eine Stellungnahme gebeten. Deshalb möchten wir euch auch nicht die Antwort eines Dozenten vorenthalten. Prof. Dr. Michael Wolf bezieht sich auf die Stellungnahme des Präsidenten Prof. Dr. Peter Frings der Fachhochschule Koblenz.

HIER das Original zum Download

und hier abgeschrieben ...

Ihre öffentliche Stellungnahme zum MeinProf.de-Hochschulranking

Sehr geehrter Herr Präsident,
nein, ich muß Ihrer Stellungnahme zum Ranking-Ergebnis widersprechen. Sie machen es sich zu einfach. Man kann sich die Wirklichkeit nicht so zurechtbiegen, wie man sie gerne hätte und (sich) alles schönfärben. Es freut mich zwar ebenso wie Sie, daß die Hochschule, deren Mitgliederwir sind, in einem von Studierenden, und dies gilt es meines Erachtens besonders hervorzuheben, selbstorganisierten Hochschulranking für Lehrqualität den zweiten Platz in der Bundesrepublik Deutschland erreicht hat. Aber ob wir, das heißt die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, wirklich stolz darauf sein können, wie Sie glauben, die Pressemitteilung von MeinProf.de vom 30.08.2007 kommentieren zu können, daran hege ich ernsthafte Zweifel. Dies würde doch voraussetzen, daß alljene Kolleginnen und Kollegen als engagierte Befürworter einer von Studierenden selbstorganisierten Lehrevaluation bewertet worden sind und nicht bloß als deren Erdulder oder allein aufgrund ihres Status als Mitgliedder Hochschule. Denn stolz sein kann man nur, ich erinnere an die Debatte um den Slogan »Ich bin stolz darauf, ein Deutscher zu sein«, auf etwas, wozu man selbst aktiv mit dem Erbringen einer Leistung beigetragen hat. Davon kann aber hier mitnichten die Rede sein. Dies ist zumindest mein Eindruck, den ich gewonnen habe aufgrund meiner Beobachtungen. Diese legen mir nämlich genau das Gegenteil nahe.

Um es zu konkretisieren: Aus meinem Fachbereich, und dieser ist ja wohl mit einer der größten an der Fachhochschule Koblenz, ist mir nicht bekannt, daß jemand die Evaluation der Lehre bei MeinProf.de öffentlich begrüßt hätte. Das Gegenteil ist der Fall. So haben Mitglieder aus dem Kollegium sich an die Betreiber der in Rede stehenden Website gewandt und sich der Veröffentlichung ihrer Daten widersetzt. Auch sah sich die Leitung des Fachbereichs anläßlich eines Rundschreibens des Hochschullehrerbundes Hlb zur Entscheidung der RWTHAachen, mit rechtlichen Schritten gegen die Website-Betreiber wegen des angeblichen Verstoßes gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen vorzugehen, gehalten, dieses Schreiben zur Grundlage eines Tagesordnungspunktes im Fachbereichsrat zu machen und den Kolleginnen und Kollegen jenen Musterbrief des Hlb an die Hand zu geben, mit dem man sich gegen die Veröffentlichung der Daten zur Wehr setzen konnte. Zugleich wurde das Rundschreiben per Aushang auch den Studierenden bekanntgegeben, was sich durchaus interpretieren läßt als Versuch, jene Studierenden, die in Erwägung ziehen, ihre Lehrenden bei MeinProf.de zu beurteilen, mit Datenschutzhokuspokus einzuschüchtern. Bezeichnenderweise wurde es denn auch unterlassen, jenes Urteil des Landgerichts Berlin entsprechend zu kommunizieren, das in zweiter Instanz die Forderung eines die Gerichte bemühenden Hochschullehrers nach einer strafbewehrten Unterlassungserklärung der Website-Betreiber mit dem Argument zurückwies, Hochschullehrer müßten sich in ihrer Funktion öffentlicher Kritik stellen. Denn als Amtswalter und nicht als Privatpersonen fungieren sie.

Wenn zwischenzeitlich das Thema >Lehrevaluation< am Fachbereich positiv aufgegriffen worden ist, so geschieht dies meines Erachtens weniger aus der Einsicht, daß die Studierenden ein Recht darauf haben, ihr Urteil über das, was wir (uns) leisten, öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Es ist, wie mir scheint, eher dem Umstand geschuldet, daß uns mit dem HRG von 1999 die Lehrevaluation gewissermaßen verordnet worden ist, worauf denn auch die unübersehbare Haltung im Kollegium sich zurückführen läßt, seinem Herrn, frei nach Matthäus (22,21), zwar zu geben, was des Herrn ist, aber eben nur das unabdingbar Notwendige. Zudem stellt die Beteiligung der Studierenden »bei der Bewertung der Qualität der Lehre«, wie es § 6 HRG vorsieht, realiter eine Farce dar, weil wir mit den von uns entwickelten Evaluationsinstrumenten selbst festlegen, wie wir kritisiert und bewertet werden wollen, und nicht diejenigen entscheiden lassen, die von uns belehrt werden. Von Ausnahmen selbstredend abgesehen, maßen wir uns mit fadenscheinigen Argumenten selbstherrlich an, daß nur wir (und nicht die Studierenden) wirklich zu beurteilen vermögen, wie gut unsere Lehre ist. Sicher, es läßt sich berechtigte methodische Kritik formulieren an dem Zustandekommen der von den Website-Betreibern produzierten Ergebnisse. Dies gilt aber nicht weniger für die von uns vorgenommene Bewertung der Leistung der Studierenden. Denn Noten versagen als Instrument objektiver Leistungsmessung, weil in die Bewertung die Subjektivität von uns Lehrenden einfließt. Eine Tatsache, die, obwohl durch wissenschaftliche Studien hinlänglich belegt, jedoch von unseresgleichen immer wieder hartnäckig geleugnet wird. Die fehlende Ernsthaftigkeit in bezug auf das Anliegen der Studierenden nach Verbesserung der Lehre kommt schlagend in dem Entwurf der Evaluationsordnung der Fachhochschule zum Ausdruck, sieht diese doch vor, daß pro Hochschullehrer nur eine Lehrveranstaltung im Akademischen Jahr evaluiert werden soll. Bei einer Deputatsverpflichtung von 36 SWS im Akademischen Jahr, das heißt von insgesamt 18 Lehrveranstaltungen, entspricht dies einer Quote von lächerlichen 5,5%. Bedenkt man, daß obendrein vorgesehen ist, die Ergebnisse nur anonymisiert und auf Fachbereichsebene aggregiert zu veröffentlichen, so drängt sich, mir jedenfalls, stark der Gedanke auf, daß es hier um das Abwehren öffentlicher Kontrolle geht. Aber eben diese ist eine conditio sine qua non, um zu Felde ziehen zu können gegen eine mittelmäßige oder gar schlechte Lehre, die wegen des unter Hochschullehrern bestehenden Korpsgeists für die Lehrenden bislang so gut wie keine negativen Konsequenzen nach sich zieht. Wie sagt lebensweise schon der Volksmund: Eine Krähe hackt einer anderen die Augen nicht aus.

Das Umdeuten der Wirklichkeit nach eigenem Gusto, das Verschwindenlassen von sich einander widersprechenden Informationen, wie es in Ihrer bramarbasierenden Stellungnahme zum Ausdruck kommt, setzt sich in eigentümlicher Weise fort in jener »kognitiven Dissonanz«, um Leon Festinger zu bemühen, die, so man sie wahrnehmen will, unübersehbar besteht zwischen den Ergebnissen von MeinProf.de und jenen des Zentrums für Qualitätssicherung und -entwicklung, das für das für uns zuständige Ministerium im Rahmen des Hochschulprogramms »Wissen schafft Zukunft« eine Lehrevaluation als Grundlage zur Lehrpreisvergabe des Landes Rheinland-Pfalz durchführt. Irritation existiert, wie es scheint, aber wohl nur bei Studierenden, die das Ergebnis der ministerial induzierten Lehrevaluation vielfach mit einem befremdeten Kopfschütteln kommentieren. Wen wundert's, wenn nicht alle Lehrenden sich der Evaluation ihrer Lehrveranstaltungen stellen müssen, wenn die Auswahl der zu evaluierenden Lehrveranstaltungen durch die Lehrenden selbst erfolgt oder wenn alle Lehrveranstaltungen über einen methodischen Evaluationskamm geschoren werden, der nicht differenziert, um es an einem Beispiel pointiert zu verdeutlichen, zwischen einer Methodenlehrveranstaltung, in der die Studierenden angehalten werden, ihren Namen zu tanzen, und einer Theorielehrveranstaltung, die sich mit Kants »Metaphysik der Sitten« oder mit Rawls »Theorie der Gerechtigkeit« befaßt.

Ohne auf alle Halbwahrheiten und Schönfärbereien Ihrer Stellungnahme an dieser Stelle eingehen zu können und zu wollen, ist last but not least darauf hinzuweisen, daß diejenigen, denen das gute Abschneiden der Fachhochschule Koblenz beim MeinProf.de-Hochschulranking eigentlich geschuldet ist, weil sie sich aktiv an dem Ranking beteiligt haben, die votenden Studierenden, in Ihrer Würdigung als eine, und dies ist schon bezeichnend, vernachlässigbare Größe behandelt werden - sie tauchen einfach nicht auf. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Mit kollegialem Gruß
Prof. Dr. Michael Wolf

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Positives Feedback auf MeinProf Hochschulranking

Posted by: Thomas M. Thu, 06 Sep 2007 10:20:15 GMT

Nicht nur bei der FTD kam das Hochschulranking von MeinProf sehr gut an! Wir freuen uns über das positive Echo von Seiten der Medien und Hochschulen und werden das Ranking ausbauen und regelmäßig anbieten.

Spätestens zum Wochenende werden wir die Stellungnahmen der TOP10 Hochschulen auf unserer Seite veröffentlichen. Dort könnt ihr unter anderem nachlesen wie die Hochschulen gezielt versuchen die Qualität der Lehre zu steigern und was sie besonders attraktiv für ein Studium macht.

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