Wie
heise online und
Studis online berichten, wurde in
Baden-Württemberg eine erste Bilanz zur Einführung der Studiengebühren im Sommersemester 2007 von Wissenschaftsminister
Peter Frankenberg, übrigens ehemaliger Rektor der Uni Mannheim, gezogen. Zwar sei die Hälfte der Gebühren in zusätzliches Personal geflossen, neue Professoren würden aber nicht eingestellt. Er mahnte die Hochschulen, die Betreuungsrelation zu verbessern.
Scheuen sich die Hochschulen vielleicht, längerfristige Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen und damit die Fixkosten zu erhöhen? Es könnte darauf hindeuten, dass nicht mit einem Bestehen der Studiengebühren rechnen. Die Studierquote bei Kindern aus Nicht-Akademikerhaushalten ist nämlich kurz vor Einführung der Studiengebühren von 62% auf 50% gesunken. Die beschlossene Senkung der Zinssätze für Studienkredite von 7,6% auf 5,5% dürfte darauf keinen großen Effekt haben.
Interessant wäre es zu erfahren, ob sich durch die Studiengebühren die Betreuung in den Kursen und die Qualität der Lehre verbessert hat, zumal die Hochschulen die zusätzlichen Gelder nur für die Lehre verwenden dürfen. Ein Tipp dazu an die Hochschulen: die Anschaffung von Beamern macht die Lehre nicht besser, den Professoren und Dozenten sollten Weiterbildungen angeboten werden, um Kurse auf didaktisch hohem Niveau durchzuführen.
Wir würden uns freuen, wenn mitlesende Studenten oder Dozenten aus Baden-Württemberg einen Kommentar hinterlassen, wie sich die Situation verändert hat.