Datenschutz verhängt Bußgeld gegen MeinProf

Posted by: Thomas M. Mon, 28 Apr 2008 10:16:10 GMT

Dazu unsere Pressemitteilung

Berlin, den 28.04.2008. Die Betreiber der studentischen Bewertungsplattform MeinProf sollen durch einen Bußgeldbescheid vom Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit zur Kapitulation gezwungen werden. Die Initiatoren des Portals geben aber nicht auf und werden die Interessen ihrer Kommilitonen gegebenenfalls auch vor Gericht durchsetzen.

Auf MeinProf können Studierende ihre Lehrveranstaltungen bewerten und so nicht nur ihren Kommilitonen bei der Kurswahl helfen, sondern auch ihren Dozenten Feedback für deren Lehrleistung geben. Das Portal existiert seit nunmehr 2,5 Jahren und konnte inzwischen 300.000 Bewertungen sammeln. Auf dieser Grundlage wurde 2007 das erste Ranking deutscher Hochschulen veröffentlicht, das allein die Lehrqualität der Dozenten berücksichtigt.

Die Qualität der Lehre ist in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Erstmals wird über Hochschulexzellenz abseits der Forschung öffentlich diskutiert. Durch MeinProf kommt Bewegung in die deutsche Hochschullandschaft, und in ersten Fällen konnte schon eine Verbesserung der Lehrqualität von Studenten und Dozenten festgestellt werden. Dennoch wird eine Plattform, die Leistung und Standards öffentlich darstellt und diskutiert, nicht von jedem gern gesehen. So versuchte ein Professor im vergangenen Jahr die Veröffentlichung seines Namens und der Bewertungen seiner Lehrveranstaltungen gerichtlich zu unterbinden. Er scheiterte mit diesem Versuch vor dem Landgericht Berlin.

Trotz dieser und vergleichbarer gerichtlicher Entscheidungen hat es sich der Berliner Datenschutz zur Aufgabe gemacht, den studentischen Initiatoren des Projektes das Leben schwer zu machen. Die Behörde will zwei Ordnungswidrigkeiten entdeckt haben, welche jeweils mit bis zu 25.000 € bestraft werden können.

So vergleicht der Datenschutz das Portal mit der SCHUFA und besteht auf eine Schließung für die Öffentlichkeit. Bewertungen dürften nur eingesehen werden, wenn die Studierenden nachweisen können, dass sie die Veranstaltung tatsächlich besucht hätten. Lehrevaluationen sind aber nur dann sinnvoll, wenn sie von zukünftigen und aktuellen Studenten sowie Hochschulvertretern eingesehen werden können.

Des Weiteren verlangt die Behörde, Dozenten bei neuen Bewertungen postalisch zu benachrichtigen, sowie nachträglich alle bisher bewerteten Personen schriftlich zu informieren. Die Forderung ist praktisch nicht umsetzbar, jedoch wurden sämtliche Gegenvorschläge der Betreiber – wie beispielsweise die regelmäßige Benachrichtigung der jeweiligen Hochschulen – von der Datenschutzbehörde abgelehnt.

Der Anwalt von MeinProf, Dr. Lambert Grosskopf, selbst Dozent an der Hochschule Bremen, hält die Rechtsauffassung des Datenschutzes für falsch: "Jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern und kann nicht nur den Inhalt, sondern auch den Ort und damit die Verbreitung seiner Äußerung frei bestimmen."

Nach Auskunft von Thomas Metschke, Mitgründer von MeinProf, werden die Berliner Betreiber gemeinsam mit ihrem Anwalt gegen den Bußgeldbescheid vorgehen: „Wir stellen uns darauf ein, das vor Gericht auszutragen. Es geht um Transparenz und Qualitätsverbesserung der Lehre. Wir werden uns durch den" Bußgeldbescheid nicht aus der Bahn werfen lassen, sondern weiter die Interessen der Studenten vertreten. Wir machen das für unsere Kommilitonen."

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Datenschutz in Social Communities Umfrage für Master Thesis

Posted by: Thomas M. Mon, 10 Mar 2008 01:09:17 GMT

Johannes Nagl ein Student des FH Technikum Wien aus dem Masterstudiengang Multimedia und Softwareentwicklung stellt sich und euch die Frage wie es um den Datenschutz in Social Communities gestellt ist. Da für uns Datenschutz eine große Rolle spielt möchten wir auf die Umfrage verweisen und hoffen, dass ihr euch die Zeit nehmt und die 36 kurzen Fragen von Johannes beantwortet. Es geht schnell und tut nicht weh!

Wo wir gerade beim Thema Datenschutz sind. Wir speichern zum Beispiel eure Passwörter in unserer Datenbank verschlüsselt, so können selbst wir diese nicht einsehen. Auch geben wir keine Kontaktdaten von Studenten an Dozenten raus. Zwar fordern dies einige Dozenten immer wieder, es verstößt aber völlig gegen den Datenschutz. Derzeit leiten wir die Nachricht des Dozenten in einem solchen Fall anonym per Email an euch weiter.

Wir sind dabei ein Nachrichtensystem zu erschaffen. In dem es auch möglich sein soll mit Studenten, welche den Kurs schon besucht haben, anonymisiert in Kontakt zu treten und sich auszutauschen. Es kann aber sein das dies alles noch ein wenig auf sich warten lässt - wir haben grad wahnsinnig viel um die Ohren.

Einen schönen Start in die Woche!

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Datenschutz im Radio

Posted by: Thomas M. Mon, 26 Feb 2007 11:48:22 GMT

Heute Abend könnt ihr auf Radio Fritz bei Holgi im BlueMoon mehr zum Thema Datenschutz erfahren, denn es wird Herr Dix, derzeitiger Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes Berlin, zu Gast sein.

Die Sendung beginnt um 22 Uhr und endet um 1 Uhr.

Den LiveStream gibt es hier.
Die Radiofrequenzen dort.

Thomas M.

 

p.s.

Wir sind vielleicht auch Thema

 

UPDATE

 

Unser VOIP Telefon hat, wie soll es anders sein, zur Sendezeit gestreikt und ich konnte nicht aus Wien telefonieren ... Schade

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Blick über den Tellerrand

Posted by: Thomas M. Wed, 27 Sep 2006 10:09:39 GMT

Inzwischen ist neben einem Zeitungsartikel in Japan, den wir leider nie gesehen haben, auch einer im englischsprachigen Raum erschienen. Den Artikel von Aisha Labi könnt ihr auf den Seiten des Chronicle of Higher Education nachlesen. Neben der aktuellen Datenschutzdiskussion finden sich allgemeine Fakten über uns.

Desweiteren ist heute ein Artikel in Österreich im Kurier zu finden. Auf Seite 27 als WebTipp.

p.s. - falls jemand den Japanischen Artikel hat bekommt er von mir persönlich ein großes Eis und einen Döner ausgegeben

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Bericht über MeinProf auf KAI3.tv

Posted by: Thomas M. Mon, 04 Sep 2006 19:47:39 GMT

Hallo liebe Leser,

ein MeinProf-Nutzer aus Köln hat uns liebenswürdiger Weise auf einen Fernsehbeitrag bei NRW.TV aufmerksam gemacht. Dieser wurde auch von ihm bei Google Video hinterlegt. - Danke.

Neben einer Vorstellung der Seite könnt ihr auch Herrn Schmitz von Rheinischen Fachhoschule Köln als Dozenten zu unserer Seite hören. Er spricht über die Erfahrungen und Vorteile der Seite sowie was seiner Meinung nach einen guten Dozenten ausmacht. Zum Ende gibt es auch noch eine Einschätzung zur rechtlichen Lage von Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Deutsches und europäisches Handels- und Wirtschaftsrecht, Immaterialgüter- und Medienrecht, Rechtsvergleichung an der Ruhr-Universität Bochum. Er erklärt kurz die Unterschiede zwischen Meinungen und Tatsachenbehauptungen und die daraus folgenden Rechte und Pflichten. - aber seht einfach selbst!

  • Homepage von Bernd Schmitz
  • Bernd Schmitz bei MeinProf
  • Homepage von Karl- Nikolaus Peifer
  • einen ganz besondern Dank nochmal für den Hinweis auf den Beitrag an Daniel und einen schönen Montagabend!

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    31. August - Stichtag

    Posted by: Thomas M. Thu, 31 Aug 2006 12:34:47 GMT

    Wie viele von Euch ja aus den unterschiedlichsten Medien erfahren haben, ist heute Stichtag.
    Stichtag heißt nicht, dass wir heute die Seite abschalten müssen oder ähnliches - also keine Panik! Der Berliner Datenschutz hat eine Einschätzung der Zulässigkeit der Seite MeinProf an uns gesand auf welche wir bis heute Zeit hatten zu reagieren. Dies hat unser Anwalt Herr Grosskopf, selbst Dozent in Bremen und Unterstützer der Seite, heute auch getan. In diesem Gutachten wird unsere Einschätzung der rechtlichen Situation dargelegt.
    Letzten Mittwoch haben wir uns mit Herrn Grosskopf in Bremen bei der Einweihung seines neuen Büros besprechen können, sind in den frühen Morgenstunden zurück nach Berlin gedüst um ein fast 4 stündiges Gespräch mit dem Berlin Datenschützern zu führen. Inzwischen müßten die jeweiligen Standpunkte geklärt sein und werden sicherlich bald, in einem noch zu vereinbaren Termin, in Berlin eine Klärung erfahren.


    Technorati Tag:

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    "Meinungsfreiheit überwiegt Datenschutz"

    Posted by: Thomas K. Thu, 24 Aug 2006 10:30:00 GMT

    Der Frankfurter Jurist und Datenschützer Dr. Patrick Breyer hat in seinem Blog einen interessanten Artikel zur datenschutzrechtlichen Situation von MeinProf.de veröffentlicht, der auch einen kurzen Briefwechsel mit dem Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Dr. Alexander Dix umfasst.

    Herr Breyer legt dabei ausführlich dar, weshalb die Meinungsfreiheit in diesem Fall den Datenschutz überwiegt. Er nennt dabei auch einige Forderungen, die seiner Ansicht nach ausreichen um die Interessen der bewerteten Dozenten zu wahren. Diese umfassen vor allem die Möglichkeit, dass Dozenten eine Stellungnahme zu den eingetragenen Bewertungen abgebenen können und auch explizit darauf hingewiesen wird, dass es sich um subjektive und nicht nachprüfbare Bewertungen handelt - zwei Punkte, die wir bereits vor einigen Monaten umgesetzt haben.

    Ein weiterer Teil seiner Abhandlung befasst sich mit der Frage, ob uns als Diensteanbieter eine allgemeine Überwachungs- und Forschungspflicht auferlegt werden kann, ob rechtswidrige Inhalte bei MeinProf.de wurden. Hier geht Herr Breyer - konform mit dem § 8 Abs. 2 Satz 1 TDG und der jüngsten Entscheidung des OLG Düsseldorf - davon aus, dass sich für uns als Betreiber keine weiteren Prüfungspflichten ergeben und wir erst bei Kenntnisnahme rechtsverletzender Äusserungen eingreifen müssen.

    Allen Interessierten sei nochmal eine Lektüre des Artikels empfohlen.

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    Professor: "MeinProf.de ist ein Frühwarnsystem“

    Posted by: Thomas K. Sat, 19 Aug 2006 20:48:00 GMT

    Screenshot des Artikels auf BusinessNews.de

    Frank Behrendt ist Professor am Institut für Energietechnik der Technischen Universität Berlin. Im Interview mit Business News befürwortet Behrendt die unlängst kontrovers diskutierte Professoren-Bewertungs-Plattform MeinProf.de.

    [...]

    Teilen Sie die Bedenken der Datenschützer, MeinProf.de verletze die Persönlichkeitsrechte der Professoren?

    Datenschutzrechtliche Bedenken habe ich nicht. Ich spreche ja nicht in einer geheimen Kammer, sondern in einer Vorlesung. Wenn mehr Studierende wegen guter MeinProf-Bewertungen kommen, ist das schön für mich.

    Wenn ich schlecht bewertet werde, muss ich überlegen, was ich ändern kann. Es könnten zum Beispiel auch hohe Ansprüche an die Studierenden sein, die diesen nicht gefallen. Meine Ansprüche würde ich deswegen noch nicht ändern.

    Für schlecht bewertete Kollegen kann MeinProf.de im ersten Augenblick unerfreulich sein. Aber verbieten oder geheim halten ist die falsche Konsequenz. Man sollte herausfinden, was man besser machen kann.

    » Zum vollständigen Artikel in der »BusinessNews« vom 17.08.2006

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