Mach’s öffentlich! und Zitiere dich selbst!

Posted by: Thomas M. Tue, 05 Aug 2008 12:53:20 GMT

So lauten die Slogans des studentischen Magazins 360°. Seine Erfinder, Studenten aus Münster, Marburg, Hamburg und Berlin, wollten nicht länger Seminararbeiten schreiben, die der Prof nach einem Mal Lesen durch den Schredder jagt. Inspiriert von U.S.-amerikanischen Universitäten, wo studentische Publikationen zum guten Ton gehören, riefen sie in Deutschland 360° ins Leben, ein Magazin komplett von Studenten gemacht und in dem nur Artikel von Studenten erscheinen. Der Ansatz ist interdisziplinär, es geht um gesellschaftspolitische Themen. Einmal im Semester gibt es ein neues Heft. Wer 360° aufschlägt, entdeckt alles andere als dröge, fußnotenschwere Seminarkost.

Wir finden das ne super Initiative und haben uns nach dem Probelesen von zwei Heften dazu entschlossen 360° zu unterstützen und ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Das Heft hat alles, was ein gutes Journal braucht: Fotostrecken, Interviews, Essays, flotte Grafiken. Gerade ist die Ausschreibung für die nächste Ausgabe angelaufen, zum Tolstoischen Thema "Krieg und Frieden".

Wir haben auch noch eine kleine Leseprobe (PDF) für alle Interessierten: Aus der Ausgabe "Die Zukunft Europas – gemeinsam einsam" das Experteninterview mit Prof. Dr. Gesine Schwan zu den Fragen, wie Polen sein eigenes Machtverständnis auf Deutschland projiziert, warum man europäische Öffentlichkeit nicht an den Arte-Zuschauerzahlen messen kann und wieso europäische Identitätsbildung nicht nur Ein-Bildungssache ist.

Wenn Du Lust hast mitzumachen oder ein Heft zu bestellen, dann klick Dich einfach auf die Seiten von 360°!

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Neues Studiengebührenmodell in Hamburg geplant

Posted by: Thomas M. Mon, 07 Apr 2008 19:10:38 GMT

Man mag es kaum glauben, aber es scheint endlich einmal jemand mitgedacht zu haben! Die sicher nicht ganz einfache Koalitionsbildung zwischen der CDU und den Grünen in der Hamburger Bürgerschaft führt eventuell zu einem Studiengebührenmodell mit Sinn.

Die Überlegung ist einfach und aus meiner Sicht erschreckend gut. Die Studenten sollen erst im Anschluss ihrer Ausbildung und bei ausreichend hohem Einkommen die Studiengebühren "nachzahlen". So soll sich jede und jeder die Ausbildung leisten können und man muss sich nicht verschulden/Eltern belasten oder noch mehr nebenher arbeiten.

Bisher sind nur grobe Zahlen raus. Die Rede ist von einem Mindesteinkommen von 30.000 Euro im Jahr und dann einer Zahlung von 375 Euro pro belegtem Semester. (Im Moment sind es 500 Euro pro Semester in Hamburg.) Ob und wie genau das umgesetzt wird bleibt abzuwarten.

Mir fällt spontan nichts Schlechtes an der Geschichte ein. Eh klar, dass eine Zwischenfinanzierung aufgebracht werden muss und die Studiengebühren sinnvoll eingesetzt werden müssen.

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